Vereinigungsgottesdienst in Wertheims Stiftskirche gefeiert
Evangelisch in Wertheim: Pfarrgemeinden fusionieren
WERTHEIM. Nach drei Jahren intensiver Planung und vielen Sitzungen und Gesprächen war es am 1. Dezember soweit: Die drei Pfarrgemeinden Bestenheid/Grünenwört/Mondfeld, Emmaus mit der Innenstadt, Eichel-Hofgarten und Freudenberg und Wartberg-Reinhardshof mit Vockenrot innerhalb der Kirchengemeinde Wertheim fusionierten.
Da dieser Termin auf den ersten Advent fiel, wurde die Fusion natürlich in einem Gottesdienst gebührend gefeiert. Und obwohl die offizielle Fusion der Kirchengemeinde Wertheim mit der Kirchengemeinde Waldenhausen-Reichholzheim erst am 1. Januar 2025 stattfinden wird, wurde natürlich auch diese Gemeinde im Gottesdienst schon mitbedacht, schließlich ist man seit zwei Jahren nun auch schon gemeinsam unterwegs.
Gestaltet wurde der Gottesdienst nicht nur von den zuständigen Hauptamtlichen, Dekanin Wibke Klomp, Pfarrer Uwe Sulger, Diakonin Elvira Ungefucht und Pfarrerin Sophia Weber, sondern vor allem von den Ältesten der einzelnen Gemeindeteile. So wurde der Einzug Jesu in Jerusalem von den Ältesten als szenische Lesung inszeniert und das »Hosianna!« hallte durch die ganze Stiftskirche. In der Predigt wurden alle elf Ortsteile gewürdigt und deren Besonderheiten vorgestellt, die sie in die Fusion mit einbringen. Die diakonische Meile im Hofgarten, der Mondsee als Location für Tauffeste in Mondfeld, die Radfahrkirche in Waldenhausen, das Familienzentrum in Bestenheid, die Altstadt mit ihrer Geschichte und dem Schwerpunkt der Kirchenmusik, Grünenwört mit der jüngsten Kirche, das neue Gemeinschaftszentrum auf dem Wartberg, die Seniorenarbeit in Vockenrot, der kirchliche Friedhof in Eichel, die ökumenischen Schritte in Reichholzheim, die starke Verbundenheit in Freudenberg - so viele Schätze, so viel gegenseitige Bereicherung, so viel Gemeinschaft und gelebte Kirche. Denn, das wurde deutlich: Kirche lebt von den Menschen vor Ort und den Beziehungen, genauso wie vom gegenseitigen Austausch und Besuch und der gegenseitigen Hilfe und Unterstützung.
Wie gut die verschiedenen Orte zusammenpassen wurde deutlich in der gemeinsamen Liedstrophe, die zum Ende der Predigt im Kanon gesungen wurde und in der alle Ortsteile vorkamen.
Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst mit der Händel-Kantate »Singt dem Herrn ein neues Lied«. Dabei war zum ersten Mal der neue Kammerchor zu hören, der von einem kleinen Orchester begleitet wurde. Rudolf Mahni an der Trompete verlieh dem Gottesdienst einen festlichen Rahmen. An der Orgel saß Bezirkskantor KMD Carsten Klomp, der auch die musikalische Leitung hatte.
Nach dem Gottesdienst wurde mit Punsch, Glühwein und einem großen »Vereinigungsstollen« dieser besondere Tag mit der Kirchengemeinde gefeiert.
Sophia Weber