Ein Kranz schmückt sich nicht von allein
Deshalb halfen in der Lutherkirche Neckarhausen einige Kinder bei der „Einstimmung in den Advent“ dabei
Von Hannelore Schäfer
Edingen-Neckarhausen. „Advent, Advent, ein Lichtlein brennt.“ Doch bevor die erste Kerze angezündet wird, muss der Adventskranz geflochten und geschmückt werden, um dann in der Lutherkirche Neckarhausen über den Köpfen der Menschen zu schweben.
Die „Stiftung Zukunft Lutherkirche“ hatte sich für die Einstimmung in den Advent dieses Jahr etwas ganz Besonderes ausgedacht: Während der Kranz von vielen Kinderhänden geschmückt wurde, hatte man in der Seitenkapelle ein Adventscafé eingerichtet. Frauen der Gemeinde boten Adventsschmuck zugunsten der Stiftung an, und zum Ausklang unterhielt das Duo „Jester’s Garden“ mit weihnachtlichen Weisen.
„Wisst Ihr, wie man einen Adventskranz bindet?“ Stiftungsratsvorsitzender Peter Bittorf wies den Nachwuchs an, wie es geht. Dass man das Ganze auch maschinell haben kann, zeigte ein kleiner Film, den das Technik-Team von der Empore aus einspielte. Wie von Zauberhand wurde im Anschluss ein Haken von der Kirchendecke herabgelassen und der Kranz an den Bändern aufgeknüpft. „So, jetzt hängt er, jetzt kommen die Kerzen drauf“, kündigte Bittorf an. Zwischenzeitlich hatte Kirchendienerin Heidi Hofmann-Kozow die Schachtel mit den Sternchen geholt, die den Adventskranz als Deko zieren. „Wir haben daheim auch einen Kranz gebunden, aber einen viel kleineren“, erzählte Johanna Kaschub. Währenddessen wurde der Adventskranz unter allseitigem Staunen empor „gekurbelt“, bis er in der richtigen Höhe hing.
„Wir wollten nach der personellen Neuaufstellung des Stiftungsrats auch bei der traditionellen Einstimmung in den Advent das Vorhandene bewahren und zugleich etwas Neues wagen“, sagte Peter Bittorf. Mit verschiedenen Programmpunkten wolle man Alt und Jung gleichermaßen ansprechen.
Bittorf ist mit der Kirche schon von klein auf verbunden. „Meine Oma, Helene Sauer, war langjährige Kirchendienerin, daher waren Gotteshaus und Gemeinde für mich immer wichtig. Und so soll es auch künftig bleiben“, begründete er sein Engagement. Die Stiftung habe gerade auch im Rahmen des Transformationsprozesses „Ekiba 2032“ weiter an Bedeutung gewonnen. „Die Mitfinanzierung von Stellen im Bereich der allgemeinen Gemeindearbeit oder von Projekten in diesem Aufgabenbereich ist sehr wichtig. Die Zinserträge aus dem Stiftungskapital werden beispielsweise für die Jugendarbeit, Anschaffungen oder Andachtskurse für Ehrenamtliche verwendet“, erläuterte der Vorsitzende.
Derweil hatten Aktive der Frauengemeinschaft für eine Auswahl an adventlichem Grünschmuck gesorgt. Das kreative Quartett, bestehend aus Hiltrud Ding, Maria Lutz, Elli Lutz und Gertraud Rosanowitsch war fleißig am Basteln von Kränzen, Gestecken und Türschmuck. Gläschen mit Quitten-Gelee und Stricksocken hatte Andrea Schuhmacher beigesteuert. Verweilen konnte man zudem im Adventscafé.
Zum Ausklang nahm das Duo „Jester’s Garden“ die Besucher mit auf eine klangvolle Reise mit Weihnachtsliedern aus alter und neuer Zeit. Zwischendurch erzählte der Lesepate der Wawuschels, Christian Huy, für die kleinen Zuhörer unter anderem die Geschichte von Rentier Ralf-Rüdiger, das Weihnachten suchte.