Jugendarbeit rückt in den Mittelpunkt
Florian ErtlSeit dem 1. Dezember hat die evangelische Kirche in der Region Südlicher Kraichgau mit Amy Hacker (Foto: Amy Hacker) eine neue Diakonin. Am Sonntag wird sie in einem Gottesdienst um 10 Uhr in der evangelischen Kirche in Flehingen in ihr Amt eingeführt.
Frau Hacker, was hat Sie dazu bewegt, Diakonin zu werden?
Hacker: Sch on in meiner Jugend habe ich erlebt, wie wichtig die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in der Kirche sein kann. Deswegen habe ich mich nach der Konfirmation gleich ehrenamtlich engagiert. Diese Zeit hat mich geprägt, und ich habe gemerkt, wie sehr mir die Begleitung und Unterstützung anderer Menschen am Herzen liegt. In meinem Freiwilligen Sozialen Jahr nach dem Abitur habe ich dieses Interesse vertieft. Nach meinem Studium der Sozialen Arbeit und der Religionspädagogik in Kassel war für mich klar, dass ich genau diesen Weg einschlagen möchte – ein Beruf, der Glaube und soziale Arbeit verbin det.
Wie läuft Ihre Einarbeitung bislang?
Ha cker: Ich fühle mich hier sehr wohl. Mir wird Zeit gegeben, alles und jeden kennenzulernen. Am Wochenende war ich das erste Mal im Konfi-Unterricht dabei. Solche Erfahrungen sind für mich besonders wertvoll. Ich möchte den Schwerpunkt meines Wirkens auf die Kinder- und Jugendarbeit legen. Das ist für mich einfach ein Herzensanliegen. Außerdem möchte ich unsere ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer unterstützen. Das war bereits Thema meiner Bachelorarbeit: „Die Ehrenamtlichen in der christlichen Jugendarbeit nachhaltig fördern“. Es ist wichtig, dass wir diesen Menschen den Rücken freihalten. Davon profitieren letztlich alle Gemeinden in der Reg ion.
Was bedeutet Ihnen der Einführungsgottesdienst am Sonntag?
Hacke r: Die Einführung ist für mich ein besonderer Moment, um gemeinsam mit den Menschen aus den Gemeinden in diese neue Aufgabe zu starten. In den vergangenen Wochen war ich bereits in die Vorbereitung des Gottesdienstes eingebunden. Es wird eine Predigt und eine offizielle Vorstellung geben. Nach der Einsegnung durch Dekanin Trautz freue ich mich darauf, viele neue Menschen kennenzulernen. Der persönliche Austausch ist essenziell. Dafür möchte ich mir nach dem Gottesdienst auch viel Zeit nehmen. Es geht mir darum, Vertrauen aufzubauen und ansprechbar zu bleiben. Davon lebt dann auch letztlich die Seelsorgearb eit.
![]() |