Pforzheimer Zeitung, 27.11.2024

 

Ein Förderverein könnte Würmer Kirche erhalten

Uta Volz

Pforzheim-Würm   Das Thema mit dem größten Diskussionsbedarf bei der Ortschaftsratssitzung in Würm am vergangenen Donnerstag war der Bericht von Pfarrer Gregor Bergdolt über die Veränderungen in der evangelischen Kirche und die daraus resultierenden Konsequenzen für Würm. Wegen Personalmangels und sinkender Einnahmen infolge vieler Austritte hat die Stadtsynode Pforzheim beschlossen, die Pfarrgemeinden in einer einzigen Gesamtgemeinde Pforzheim zusammenzuführen. Die Aufgabe zahlreicher Kirchengebäude hat zur Folge, dass es auch für den Erhalt der Würmer Kirche keine Gelder aus Kirchensteuern mehr geben wird.

Pfarrer Bergdolt sollte nun im Ortschaftsrat sondieren, wie die Chancen für die Gründung eines Fördervereins stehen, der die Kirche kaufen und für ihren Fortbestand, beispielsweise mit einer geänderten Nutzung, sorgen würde. Der denkmalgeschützte Kirchenbau stammt aus dem 16. Jahrhundert, steht am Hang, und darunter befindet sich eine Grablege. Über die monatlichen Fixkosten konnte der Pfarrer keine Auskunft geben. Wegen der unklaren Ausgangslage waren die Ortschaftsräte eher zurückhaltend skeptisch. Interessiert zeigten sie sich dagegen beim ebenfalls obsoleten Gemeindehaus, das man eventuell für Kita-Gruppen und einen neuen Jugendraum nutzen könne. Die Erweiterung des katholischen Kindergartens ist seit Jahren gewünscht, kommt aber nicht vom Fleck, so dass die Gemeinde eigene Wege gehen will, sollte sich die Möglichkeit bieten.

Außerplanmäßig waren der scheidende Axel Baumbusch
und Julia Bahlke von Jugendarbeit Stadtteile in der Sitzung,
um wegen der zahlreichen neuen Ortschaftsräte die Struktur der
SjR Betriebs gGmbH und seine Aufgaben vorzustellen. Thema war auch wieder der unbefriedigende Zustand des Jugendraums „No Name“.

Bürgermeister Frank Fillbrunn, der in der Sitzung anwesend war, hatte einige Ergänzungen zum Kita-Thema und berichtete außerdem, dass die Raumkapazitäten der Schule ausgeschöpft seien und es Probleme bei der Hortbetreuung gebe. Dies wird Thema im Hauptausschuss sein. Der Rasenplatz des FC Phoenix sei inzwischen mit Flutlicht ausgerüstet. Dieses funktioniere allerdings noch nicht wegen Problemen mit der Elektrik, ergänzte Andreas Ruf.

Einstimmig beschlossen wurde, das Ortsteilbudget für den Adventsmarkt und den Neujahrsempfang 2025 zu verwenden. Bei letzterem wird der frühere Abteilungskommandant der Freiwilligen Feuerwehr Ralf Kreutel die Ehrenplakette erhalten.