Protestanten diskutieren neue Strukturen
Pforzheim. Bei der Tagung der Stadtsynode der evangelischen Kirche in Pforzheim diskutierten die Mitglieder über den Entwurf der Rechtsverordnung, die regelt, wie die Leitungsstruktur der evangelischen Kirche in Pforzheim aussehen wird. Hintergrund ist das Konzept ekiba 2032, mit dem sich die evangelische Kirche in Baden für die Zukunft aufstellen will. Kirchenoberrechtsdirektor Kai Tröger-Methling ermutigte die Synodalen deshalb, „gelassen und mutig“ daran weiterzuarbeiten. Man schreibe kein Grundgesetz, sondern eine Rechtsverordnung, die nach ersten Erfahrungen auch angepasst werden kann und muss.
In fast allen Landeskirchen und Kirchenbezirken werden zur Zeit Veränderungen diskutiert. Im Austausch mit anderen stellte Kai Tröger-Methling fest, „dass Sie hier in Pforzheim sehr konsequent in der Erprobung die Dinge weiter gedacht haben, als andere. Hier wird nicht einfach die bestehende Struktur angepasst und modifiziert. Hier wird wirklich eine neue Form der Organisation kirchlicher Arbeit erprobt.“ Es soll weniger in „schwerfälligen und aufwendigen amtlich-körperschaftlichen Strukturen“ gearbeitet werden, sondern Menschen sollen dort mitgestalten können, wo ihnen das Thema am Herzen liegt.
Neu wird unter anderem sein, dass ein Teil der Mitglieder der Stadtsynode direkt von den Gemeindegliedern im Rahmen der allgemeinen Kirchenwahl gewählt werden. In den Leitungsteams der einzelnen Themenbereiche können auch Menschen mitwirken, die nicht der evangelischen Kirche angehören, ebenso bei den beratenden Vollversammlungen. Außerdem sind Beauftragte vorgesehen als Ansprechpersonen für Gemeindeglieder.
Der Zeitplan sieht vor, dass in Workshops die inhaltliche Ausgestaltung der Themenbereiche weiterentwickelt wird. Im Frühsommer werden die Mitglieder der neuen Leitungsteams berufen. pm
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