Preis für Predigt über Missbrauch
Kirche: Verleihung am 13. November in Bonn
Heidelberg. Der ökumenische Predigtpreis für die beste Predigt geht in diesem Jahr an die evangelischen Theologinnen Christine Böckmann und Salome Lang für eine gemeinsam gehaltene Dialogpredigt. Verliehen wird der Preis am 13. November in der Schlosskirche in Bonn, wie die Universität Bonn und die evangelische Kirche in Bonn am Dienstag mitteilten.
Die wissenschaftliche Mitarbeiterin Böckmann und die Vikarin Lang hielten die ausgezeichnete Predigt „Laute Stille“ im März in einem Universitätsgottesdienst in der Heidelberger Peterskirche. Thema war der Bibeltext über die drohende Opferung Isaaks durch seinen Vater Abraham. Die Theologinnen ließen die Erzählung in einen Dialog mit den Schweigemustern treten, von denen Opfer sexuellen Missbrauchs in der evangelischen Kirche berichteten, erklärte die Jury. Die Predigt wende sich sowohl an die Gemeinde als auch an die Opfer. Sie ringe in der Klage an Gott dennoch um Vertrauen zu ihm.
Der ökumenische Predigtpreis wird seit dem Jahr 2000 in Bonn verliehen und inhaltlich von den drei theologischen Institutionen an der Universität Bonn verantwortet. Dies sind die evangelisch-theologische und die katholisch-theologische Fakultät sowie das Altkatholische Seminar. epd