Ein Ort für alle soll entstehen
Steht man in diesen Tagen in der Stadtkirche, wird deutlich, wie gründlich die Sanierung ausfällt – sie war ja auch lange überfällig. Das Gotteshaus ist leer, bis auf ein raumgreifendes Gerüst und hier und da etwas Handwerkszeug. Wenn die Kirche in der Mitte der Stadt in einem starken Jahr wieder öffnet, wird vieles anders sein. Freundlicher, offener, anpassungsfähig an allerlei, was hier außer den Gottesdiensten noch so passieren kann – so ist es geplant. Der Ort will für die ganze Stadtgemeinschaft da sein, für Gläubige sowieso, aber auch für Nicht- oder Andersgläubige. Das ist in diesen Zeiten, da die Gesellschaft eher auseinanderfällt als zueinander zu finden, ein wunderbarer Ansatz. Dieser Weg ist ja bereits seit langem eingeschlagen. Es gab schon Theater, Ausstellungen, Konzerte, es gibt Jazz in der Stadtkirche und manches mehr. Die Sanierung bildet diesen Ansatz in der Gestaltung ab. Ein Beispiel: Wo starre Bänke waren, können Stühle künftig je nach Bedarf im Gebäude wandern. Dem Haupteingang an der Basler Straße wird einer vom Kirchplatz her an die Seite gestellt, ein schönes Bild für das Mehr an Offenheit. Lörrach kann sich auf die „neue“ Stadtkirche freuen. Dafür nimmt man dann auch gern in Kauf, dass für einige Zeit ein Gerüst den Blick auf das Gebäude verstellt.