Fränkische Nachrichten Buchen/Walldürn, 19.10.2024

 

„Respekt: Brauchen wir das heute noch?“

Evangelische Frauenarbeit im Kirchenbezirk Adelsheim-Boxberg: Bezirksfrauentag fand in Walldürn statt. Susanne Bosch referierte

Walldürn. Sehr gut besucht war der Bezirksfrauentag der Evangelischen Frauenarbeit im Kirchenbezirk Adelsheim-Boxberg, der in Walldürn stattfand.

Im Mittelpunkt stand der Vortrag von Susanne Bosch, psychotherapeutischen Heilpraktikerin, therapeutischen Seelsorgerin, Pädagogin, Referentin in der Erwachsenen-Bildung, Gordon-Familientrainerin und Fachkraft für Stress- und Burnout-Prävention, zum Thema „Respekt: Brauchen wir das heute noch?“ sowie eine kleine Andacht.

Umrahmt wurde die Veranstaltung von Andrea Stahl (Piano) und Waltraud Kress (Gitarre).

Nach einem gemeinsam gesungenen Lied begrüßte die Vorsitzende der evangelischen Frauenarbeit im Kirchenbezirk Adelsheim-Boxberg, Elli Geiger (Rosenberg), die zahlreichen Frauen. Sie dankte insbesondere den Frauen aus Walldürn für Tischdekoration und Bewirtung sowie den Mitgliedern des Eine-Welt-Ladens (Buchen) für die Gestaltung des Tisches mit Eine-Welt-Artikeln und der Bücherecke Boxberg für die Gestaltung der Bücherecke.

In ihrem Vortrag nannte Susanne Bosch zunächst einige Respektpersonen aus der Historie und leitete dann über auf die Gegenwart und die Frage: „Was ist Respekt denn eigentlich – Ehrfurcht vor Autoritä-ten, Angst, Anerkennung, Bewunderung, Anerkennung der grundsätzli-chen Würde, Wertschätzung, Toleranz, Achtung, achtsamer Umgang?“ Es gebe zwei Hauptarten von Respekt: den „bewertenden Respekt“ sowie den „bedingungslosen Respekt“. Als besondere Formen des Ausdrucks von Respekt nannte sie Begriffe wie „Höflichkeit“, „Ernst nehmen“, „Offenheit“, „Einfühlungsvermögen“, „Rücksicht“, „Wertschätzung“, „Anderes stehen lassen/Interesse zeigen“, „Angemessene Distanz“, „Würde achten“ und „Verneigung“.

„Respekt leben“ sei immer wieder von ganz besonderer Bedeutung in der Partnerschaft, bei der Kindererziehung und im Falle von Selbstrespekt. Besonders wichtig sei dabei immer wieder eine Begegnung auf Augenhöhe. Als Zeichen von Respektlosigkeit wurden von der Referentin vor allem die „Achtlosigkeit“, die „Missachtung“ und die „Verachtung“ genannt und als Negativum kritisch hinterfragt. Dem Vortrag schlossen sich eine rege geführte Diskussionsrunde sowie an die Referentin gerichtete Dankesworte an.

Nach einer kurzen Pause endete der Bezirksfrauentag der evangelischen Frauenarbeit im Kirchenbezirk Adelsheim-Boxberg mit Infos von Pro Care, einer kleinen Andacht und dem gemeinsam gesprochenen Gebet für den Frieden und der Erteilung des Schlusssegens. ds