Die evangelische Kirche muss sich stets reformieren
Bezirkssynode: Bezirke Mosbach, Adelsheim/Boxberg und Wertheim werden zu einem großen Bezirk zusammengelegt
Werheim/Tauberbischofsheim. Am vergangenen Wochenende fand die Synode des Kirchenbezirks Wertheim statt, die mit einem feierlichen Gottesdienst begann. Dekanin Wibke Klomp und Pfarrerin Heike Kuhn zeichneten die Geschichte des evangelischen Kirchenbezirks in ihren Grundzügen nach, beginnend mit der Reformation in Wertheim im Jahr 1524. Besonders hervorgehoben wurde die junge evangelische Gemeinde in Tauberbischofsheim.
Verabschiedungen und Ehrungen
Die Kirche, so betonten beide, ist und bleibt „ecclesia semper reformanda“ – eine stets zu reformierende Kirche. In diesem Gottesdienst wurde Ute Schumacher verabschiedet, die 35 Jahre lang als Religionslehrerin tätig war. Jörg Egly wurde erneut zum Prädikantendienst berufen und wird weiterhin mit seinem Talent die Gottesdienstversorgung im Bezirk unterstützen. Dora Querbach wurde als Prädikantin geehrt. Sie übt diesen Dienst bereits seit 20 Jahren aus.
Ein weiterer emotionaler Moment war die Verabschiedung von Pfarrer Bernhard Ziegler aus dem Bezirkskirchenrat. 18 Jahre war Ziegler in den Gemeinden Dertingen, Kembach und Dietenhan tätig, zuletzt auch in Höhefeld. Außerdem wurden Lisa Stuber als Vikarin der Kirchengemeinden Lauda und Königshofen-Grünsfeld sowie KMD Professor Carsten Klomp als neuer Bezirkskantor begrüßt.
In der anschließenden Synode wurde ausführlich über die bevorstehende Zusammenlegung der Kirchenbezirke Mosbach, Adelsheim-Boxberg und Wertheim informiert. Kirchenrat Tröger-Methling reiste eigens aus Karlsruhe an, um sich den Fragen der Synodalen zu stellen und für Transparenz zu sorgen.
Großer Bezirk ab 1. Januar 2026
Ab dem 1. Januar 2026 soll ein großer Bezirk aus den drei genannten entstehen. Zwei Dekanspersonen und zwei Schuldekanspersonen werden sich die Aufgabe teilen, dieses große Gebiet zu versorgen. Diese Fusion ist notwendig, um auf die aktuellen Entwicklungen bei Personal und Kirchenmitgliedern zu reagieren und tragfähige Strukturen für die Zukunft zu schaffen.
Für die einzelnen Kirchenmitglieder sollen sich daraus keine spürbaren, vor allem keine negativen Konsequenzen ergeben.
Ein weiteres Thema der Synode war die Information darüber, wie Pfarrämter und Privatpersonen öko-fair-sozial einkaufen können und welche Portale dafür zur Verfügung stehen. Zudem konnten sich die Teilnehmer über umweltfreundliche Aspekte des Bauens und Heizens informieren. evkb