Badische Zeitung Freiburg im Breisgau, 14.11.2024

 

Tagung zur Sozialraumorientierung

Die Bezirkssynode des Kirchenbezirks Breisgau-Hochschwarzwald hat sich bei ihrer Tagung in Staufen mit der Zukunftsfähigkeit der Kirche befasst. Dazu soll die Stärkung der Sozialraumorientierung beitragen.

Staufen
Die Synodentagung zur Sozialraumorientierung begann mit einem feierlichen Gottesdienst in der historischen Staufener Kirche. Dekan Dirk Schmid-Hornisch hob in seiner Predigt vor 60 Delegierten hervor, dass die Kirche seit jeher auf den Sozialraum ausgerichtet sei, in dem sie lebe. Diese Tradition setze die Diakonie als wesentlicher Teil der Evangelischen Kirche fort, so heißt es in einer Mitteilung.


Heute vernetzten sich Kirchengemeinden aktiv mit dem Gemeinwesen, ähnlich wie die Diakonie. Dekan Schmid-Hornisch habe betont, dass sich Kirche auch gegen Antisemitismus und Rassismus und für Freiheitsrechte engagieren müsse, so die Pressemitteilung des Evangelischen Dekanats Breisgau-Hochschwarzwald.


Walter Lechner, Referent für Sozialraumorientierung bei „Midi“ (Evangelische Arbeitsstelle für missionarische Kirchenentwicklung und diakonische Profilbildung), hielt den Hauptvortrag bei der Synodentagung im Gemeindehaus. Trotz seiner kurzfristigen Erkrankung konnte der Referent – er wurde digital zugeschaltet – die Zuhörer motivieren, noch stärker als bisher gemeinsam mit anderen Kräften im Sozialraum für ein konstruktives gesellschaftliches Klima, die Teilhabe aller Menschen und den Frieden Sorge zu tragen.


Der Soziologe und Pfarrer Marcus Held aus Badenweiler stellte konkrete Möglichkeiten der Sozialraumorientierung vor. Diese können in den Kirchengemeinden nun erprobt werden.
Die Synodentagung, die sich mit dem Thema „Sozialraumorientierung“ befasste, ist Teil eines größeren Entwicklungsprozesses. Dieser Prozess, genannt „Gemeinsam Kirche gestalten“, wird ab Januar 2025 im Kirchenbezirk Breisgau-Hochschwarzwald durchgeführt. BZ