Gottesdienstzeiten neu geregelt
Peter DietrichMehrere Themen beschäftigen die Gemeindeversammlung für Nußbaum und Sprantal
Die evangelische Gemeindeversammlung für Nußbaum und Sprantal wird normalerweise einmal im Jahr abgehalten. Am Donnerstagabend trafen sich die 35 Gläubigen zusammen mit dem neu gewählten Leiter Uli Beck in der Nußbaumer Kirche Sankt Stephan zu einer außerordentlichen Versammlung. Zwei Themen machten diese erforderlich. Nach elf Jahren im Amt ist der Kirchengemeinderat (KGR) Kurt Stolp aus beruflichen und persönlichen Gründen ausgeschieden. Mit der Vorsitzenden Pfarrerin Susanne Knoch sind noch die Kirchengemeinderäte Patricia Kellenberger, Philipp Schilling und Marco Mayer verblieben. Obwohl erst am 1. Advent 2025 reguläre Wahlen sind, wird bereits jetzt nach einer Nachfolge für Stolp gesucht. Eine Nachwahl würde nach einer zweiwöchigen Auslegungsfrist durch den KGR erfolgen. Wenn jetzt noch jemand kurzfristig ausfallen würde, wäre das Gremium nicht mehr beschlussfähig. Bei ständig weniger als zwei Ältesten müsste in Bezug von 733 Gemeindegliedern ein Bevollmächtigter aus dem Bezirkskirchenrat gewählt werden.
Seit der Amtseinführung der Geistlichen am Erntedankfest 2022 mit der Zuteilung von Ruit, mussten die Gottesdienstzeiten geändert werden. Es kann zudem nicht mehr überall an jedem Sonntag ein Gottesdienst angeboten werden. Dekanin Ulrike Trautz kündigte dies bereits im Vorfeld an.
Um einem ständigen Wechsel der Gottesdienstzeiten und dem Wegfallen von Gottesdiensten entgegenzuwirken, wurden nun drei Varianten mit festen Zeiten vorgeschlagen. Die Besucher konnten wählen. Dafür wurden rote und gelbe Karten verteilt. Rot bedeutete, es solle keine Änderung geben, Geld stand für Änderung. Schließlich entschied sich die Mehrheit für die Variante drei. Demnach kann wieder an jedem Sonntag ein Gottesdienst stattfinden. Jeweils gemeinsam für Nußbaum und Sprantal jeden zweiten Sonntag in Nußbaum um 11 Uhr, am vierten und fünften Sonntag jeweils um 9.30 Uhr sowie am ersten und dritten Sonntag in Sprantal um 9.30 Uhr. Dies soll nun probeweise von Januar bis März 2025 erfolgen. In Ruit kann ebenfalls wieder jeden Sonntag um 9.30 Uhr oder 11 Uhr ein Gottesdienst gefeiert werden, mit Ausnahme nach dem einmal im Monat stattfindenden Gottesdienst an einem Samstagabend.
Pfarrerin Knoch informierte auch über Personalveränderungen der Evangelischen Kirche in der Region Bretten. Ihr Deputat besteht zu 75 Prozent Gemeindearbeit für Nußbaum, Sprantal und Ruit (ab 2026 nur noch eine 50-Prozent-Stelle) sowie 25 Prozent Regionalauftrag für Krankenhausseelsorge und Konfirmandenarbeit. Wie Kellenberger mitteilte, wünscht sich ein Nußbaumer Gemeindemitglied, dass die beliebte Seelsorgerin die Gottesdienste selbst hält. Weil sie jedoch bereits besondere Gottesdienste in der Region hat, ist dies nicht immer möglich.
Beck informierte zudem, dass Kirchengemeinderat Philipp Schilling die Homepage pflegt, die jetzt auch mit Ruit verbunden wurde. Am ersten Advent erscheint auch erstmals das Kirchenblättle „Wegzeichen“ für Nußbaum und Sprantal gemeinsam mit dem bisherigen Ruiter Gemeindebrief.
Im Normalfall besuchen in Nußbaum 20 bis 30 Gläubige, in Sprantal bis zu fünf und in Ruit bis zu zehn Gläubige die Gottesdienste. An dem einmal im Monat in Ruit an einem Samstagabend stattfindenden Gottesdienst mit wechselnden Themen nehmen 30 bis 60 Besucher teil, wovon jedoch auch einige aus der Umgebung kommen, berichtete Pfarrerin Knoch.
![]() |