Interkulturelles Projekt zur Geschichte hinter den Stolpersteinen
Menschen mit Migrationshintergrund haben sich in den vergangenen Monaten mit der Geschichte des Nazi-Regimes und der Verfolgung der jüdischen Mitbürger auseinandergesetzt. Eine Präsentation folgt am 14. November.
Offenburg
Im Rahmen eines interkulturellen Projektes der Evangelischen Erwachsenenbildung Ortenau haben sie die Geschichten der Stolpersteine in der Ortenau erforscht und den Salmen, die Illenau und das KZ Natzweiler-Struthof besucht. Begleitend wurden die einzelnen Lernetappen dokumentiert und kleine Filme und Fotos erstellt, die am 14. November in Gemeindehaus in der Poststraße 16 von 18.30 Uhr bis 21 Uhr in Offenburg von den Teilnehmern und Teilnehmerinnen präsentiert werden. Durch das bunte und interessante Programm unter anderem mit einem selbstgemachten Film über das Projekt führen die Projektleiterinnen Ingrid Vielsack und Monireh Adhami. Außerdem gibt es einen kleinen Imbiss. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
Folgende Stationen haben die Teilnehmenden im Laufe des Projektes erlebt: In einen Workshop mit der Journalistin und Migrationsexpertin Gabriella Balassa erfuhren sie Hilfreiches über den Umgang mit Medien und Tipps zum Erkennen von Fake News. In einem Workshop mit Vertreterinnen des Jüdischen Vereins in Kehl hatten sie Gelegenheit, aus erster Hand Informationen über die jüdische Religion und Kultur zu bekommen und über Erfahrungen mit Antisemitismus zu diskutieren. Jenny Haas von „Aufstehen gegen Rassismus“ erzählte die Geschichten der Stolpersteine und führte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch die Ausstellung Auftakt des Terrors und durch das Konzentrationslager Natzweiler-Struthof.
Zusätzlich führte die Pädagogin Bernadette Thomas mit der Gruppe einen Workshop über Rassismus und Antisemitismus durch. Schließlich besuchte die Gruppe noch die große Synagoge in Straßburg. Die Teilnehmer diskutierten viel über ihre Erfahrungen in ihren Herkunftsländern, was die Situation der Menschen jüdischen Glaubens und anderer gesellschaftlicher Minderheiten betrifft. Die Teilnehmerinnen kommen aus der Ukraine, Kasachstan, Afghanistan, Iran, China, Thailand und Syrien. Viele sind erst seit wenigen Jahren in Deutschland und machen täglich neue Erfahrungen. Das Projekt wurde vom Land Baden-Württemberg gefördert.BZ
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