Renate und Karl Schneider mit Konkordien-Medaille geehrt
Seit mehr als vier Jahrzehnten engagieren sie sich ehrenamtlich. Dafür wurden Renate und Karl Schneider nun im Reformationsgottesdienst in der Mannheimer Christuskirche mit der Konkordien-Medaille ausgezeichnet Sylvia OsthuesMannheim. Der zentrale Festgottesdienst der Evangelischen Kirche zum Reformationstag fand diesmal in der Christuskirche statt, da die CityKirche Konkordien derzeit zur Veranstaltungskirche ertüchtigt wird. Den Gottesdienst gestalteten Dekan Ralph Hartmann und Schuldekan Andreas Weisbrod. „Einen anderen Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus (1. Korinther 3,11) - das ist das politische Leitmotiv des Reformationstages als Kirche in der Krise“, erklärte der Dekan. In seiner Predigt verdeutlichte er die Bedeutung des Reformationstages, der für Rückbesinnung und für Aufbruch stehe. Rückbesinnung auf die christlichen Wurzeln der Kirche und Aufbruch in ein zeitgemäßes Kirche-Sein. „Aber auch Kirche als Arche - eine Kirche, die retten soll vor den Chaoskräften der Welt.“
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Im Rahmen des Gottesdienstes wurden Renate und Karl Schneider vom Vorsitzenden der Stadtsynode, Ralf Daum, mit der Konkordien-Medaille, der höchsten Auszeichnung der Evangelischen Kirche Mannheim für ehrenamtliches Engagement, geehrt. Gemeinsam bringen sie sich seit mehr als vier Jahrzehnten ein und fördern und ermöglichen durch ihre 2009 gegründete ‚Stiftung Christuskirche - Kirche Christi‘ viele Projekte in der evangelischen Gemeinde und in ganz Mannheim. „Das verdient höchste Anerkennung, … ist ein Vorbild an Engagement und Haltung, das selten geworden ist“, erklärte Daum.
Renate Schneider dankte für die Auszeichnung und erklärte, Anlass für die Stiftung sei ihr 50. Hochzeitstag gewesen und die damit verbundene Dankbarkeit für Gesundheit, Erfolg und Gottes Segen.
Gemeinde steht vor einer noch größeren Veränderung
Der ehemalige Südzucker-Vorstand Karl Schneider griff die Gedanken des Dekans zur „Kirche in der Krise“ auf. Nach Zusammenlegung der Christus- und der Friedensgemeinde zur ChristusFriedenGemeinde stünden sie nun vor einer noch größeren Veränderung. Von über 20 Gemeinden blieben sieben nächstes Jahr übrig. Zur Gemeinde Mannheim Mitte, zu der auch die ChristusFriedenGemeinde gehöre, gehörten dann drei Gemeinden. „Die Christuskirche, die ,Stiftung Christuskirche - Kirche Christi’ und die Gemeinde, wie kann man die darin wiederfinden? Das wurde in einem Maße diktiert, das keiner von uns erwartet hat“, kritisierte Schneider.
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