Vier neue Räume und ein Bauwagen
Dietrich HendelEvangelische Kirchengemeinde Neureut-Nord plant neue Kindertagesstätte
Die evangelische Gemeinde Neureut-Nord plant einen neuen Kindergarten. Dieser soll in Nachbarschaft des evangelischen Gemeindehauses entstehen. Der Neubau wird nach den aktuellen Plänen Raum für vier Gruppen, das entspricht etwa 65 Kindern, haben. Ergänzend soll eine Waldgruppe aufgebaut werden, die in einem Bauwagen im Tiefgestade untergebracht sein wird. Darin können etwa 20 Kinder betreut werden.
„Leider sind unsere beiden bisherigen Kindergärten – Paul-Gerhard und Nordstern – in einem baulichen Zustand, der nicht mehr zeitgemäß ist“, sagt Pfarrer Pascal Würfel. Die Kirchengemeinde hat schon vor geraumer Zeit eine Machbarkeitsstudie beauftragt, um auszuloten, ob das vorhandene Gelände für einen Neubau der Gruppenräume und Spielfläche im Außenbereich ausreicht. Diese habe ergeben, dass die Überlegungen des Kirchengemeinderats sinnvoll seien, die Kinderbetreuung in die unmittelbare Nähe der Kirche und des Gemeindehauses zu bringen. Den nachfolgenden Architektenwettbewerb für das Projekt hat das Büro „ruser +partner“ aus Karlsruhe gewonnen.
Die Entwürfe sehen einen Neubau in direkter Nachbarschaft zum Gemeindehaus und parallel zum Rathaus Neureut vor. Die denkmalgeschützte Remise und die ehemaligen Stallungen werden, wie auch Teile des Gemeindehauses, in das neue Objekt integriert. Das neue Gebäude soll unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten in Holzbauweise errichtet werden. Es orientiert sich an den städtischen Vorgaben. Die neue Gebäudefläche beläuft sich auf etwa 620 Quadratmeter. Die Außenfläche soll etwa 900 Quadratmeter haben, sagt Architekt Sebastian Wünsch.
Die Kosten für das Bauwerk sind mit rund sieben Millionen Euro kalkuliert. Das Geld kommt von der Evangelischen Landeskirche Baden, von der Stadt Karlsruhe und der Kirchengemeinde Neureut-Nord. „Als Kirchengemeinde ist es uns wichtig, für die Betreuung unserer Kinder verlässliche Rahmenbedingungen zu schaffen und dafür auch trotz einer schwierigen wirtschaftlichen Situation das nötige Geld zu investieren“, sagt Hans-Peter Kälblein vom Bauausschuss der Kirchengemeinde. Das Besondere an dieser Lösung sei, dass Kita und Gemeinde an einem Ort zusammenfinden.
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