Badische Zeitung Ortenau, 22.10.2024

 

„Außerordentliches für die Musikpflege geleistet“

Der frühere Bezirkskantor Hermann Feist hat den Musikpreis der Stadt Lahr verliehen bekommen. Rund 100 Gästen waren dazu in das Haus zum Pflug gekommen.

LAHR
„Hermann Feist hat Außerordentliches für die hiesige Musikpflege geleistet und setzt weiterhin auf die verbindende Kraft der Musik“, sagte Oberbürgermeister Markus Ibert in seiner Laudatio. Der 1984 geschaffene Preis würdigt Verdienste um die Musikpflege in Lahr oder um die Musik allgemein. Feist ist der achte Preisträger nach Wolfgang Jäneke, Gustav Obert, Hellmut Brumme, Ernst Wacker, Professor Dieter Schnebel, Joachim Volk und Carlo Bäder.
Die Verleihung des Musikpreises soll Hermann Feists vorbildliches Wirken auf dem Gebiet der Kirchenmusik und insbesondere bei der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zum Ausdruck bringen, so Markus Ibert. Er erinnerte an dessen 35-jährige Arbeit als engagierter Bezirkskantor in Lahr. Dafür hat er bereits 2013 von der evangelischen Landeskirche den Badischen Kirchenmusikpreis erhalten. Der 1955 bei Mahlberg geborene Feist sei ein „Kind des Geroldseckerlandes“, hob Ibert hervor. Die Verdienste von Hermann Feist hatte die Stadt bereits in einer Pressemitteilung ausführlich gewürdigt, nachzulesen unter mehr.bz/1110feist.
Musik bestimmte das Rahmenprogramm bei der Preisverleihung im Pflugsaal. Nach der Begrüßung durch Kulturamtsleiterin Valerie Silberer war es Viola de Galgóczy, die mit Gesang und keltischer Harve aufwartete und von Ulrich Steurer an der Blockflöte und Oboe begleitet wurde. Anastasija Hashibon, Claudia Bühler und Alexandru Hergane (allesamt Lehrer der Musikschule) glänzten in einem Trio mit Musik von Edward Elgar und Dmitri Schostakowitsch. Den musikalischen Schlussakkord steuerte bei der Preisverleihung Tatjana Charalgina (Sopran) und Carl-Martin Buttenmüller am Klavier bei.