Schwarzwälder Bote St. Georgen, Triberg, Furtwangen, 08.10.2024

 

Szenische Darstellung der Erschaffung der Welt

Um die Schöpfung drehte sich der Gottesdienst zum Erntedank, dem sich das Pfarrfest anschloss.

Furtwangen Zum Erntedankfest verbunden mit dem Pfarrfest hatte die evangelische Pfarrgemeinde Furtwangen am Sonntag eingeladen.

Im Gottesdienst zum Erntedankfest mit Pfarrer Markus Ockert stand die Schöpfung im Mittelpunkt, für die man dankbar sein soll. Im Zentrum stand eine szenische Darstellung der Erschaffung der Welt, wie sie aus dem Alten Testament übermittelt ist. In knapper und aussagekräftiger Form wurden die verschiedenen Stationen der Schöpfung vorgestellt und vor dem Altar visualisiert.

Am Anfang standen der Tag und die Nacht, die durch ein helles und ein dunkles Tuch symbolisiert wurden. Und bei „Es werde Licht“ wurde auch tatsächlich ein Licht zur Verdeutlichung eingeschaltet. Mit Tüchern und Symbolen aus Karton wurden die weiteren Schritte wie die Trennung von Wasser und Land, die Erschaffung von Sonne und Mond, von Fischen, Vögeln und anderen Tieren dargestellt. Schließlich wurde auch der Mensch nach seinem Bild geschaffen. Da kamen Blumen, Früchte oder auch ein Brot dazu als Symbol dessen, was dem Menschen seither zur Verfügung steht.

Nicht fehlen durfte für den siebten Tag ein kleiner Stuhl, auf dem Gott ruhen konnte. Pfarrer Ockert machte deutlich, dass all das, was es auf der Erde gibt, gerade auch Pflanzen und Nahrung, Geschenke Gottes sind. Es sei eine wichtige Aufgabe, Gott von Herzen zu danken. Man müsse sich diese Dankbarkeit immer wieder vor Augen führen, wenn etwas gut schmeckt oder man Freude empfindet. Heute sei es das Problem, dass man nur noch an diese Gaben denkt, aber vergisst, dass Gott der Schöpfer und Geber ist.

Kein neuer Pfarrer in Sicht

Im Gemeindehaus ging es weiter mit dem Pfarrfest. Es gab kleine Modifizierungen. Auch aus personellen Gründen wurde das Angebot angepasst. Statt der Steaks gab es Schupfnudeln mit oder ohne Speck. Die Pommes durften auch nicht fehlen. Ebenso gab es eine Salat-Bar und eine Auswahl an Kuchen. Wie Hannelore Frank vom Kirchengemeinderat ausführte, habe man erneut auf das Kassieren verzichtet und im Sinne der Eigenverantwortung eine Kasse aufgestellt. Ebenso lockten Spiele und eine Springburg für die jungen Besucher. Der Saal hatte sich schnell gefüllt, und es boten sich viele Möglichkeiten für Gespräche.

Frank machte deutlich, dass noch kein neuer Pfarrer in Sicht ist. Nachdem Lutz Bauer vor zwei Jahren in den Ruhestand getreten war, wurde die Stelle zwar ausgeschrieben. Aber bisher gab es offensichtlich noch keine Bewerbungen. Hier spiele auf jeden Fall auch der Umbruch in den evangelischen Gemeinden eine Rolle.

Deutlich wird dies in Furtwangen unter anderem dadurch, dass die Zukunft des Gemeindehauses offen ist. Bei einer Sichtung der Gebäude wurde das Gemeindehaus als „rot“ charakterisiert. Das bedeutet, dass von Seite der Landeskirche bei Sanierungen oder Reparaturen keine Gelder mehr fließen werden. Auch ein Verkauf ist im Rahmen des Möglichen. Anders ist die Situation beim Pfarrhaus, das mit „grün“ bewertet wurde und damit der Gemeinde erhalten bleibt.