Südkurier Überlingen, 05.10.2024

 

Gemeinde feiert das 50-Jährige der Petruskirche

Beim Jubiläumsfest äußern sich viele positiv über das Gemeindezentrum. Auch Muslime und Orthodoxe feiern mit

Konstanz – Recht unscheinbar steht sie da, doch vielen Gläubigen bietet sie einen Raum: die Petruskirche. Sie gibt es bereits seit 50 Jahren. Und das feierte die evangelische Kirchengemeinde Petrus und Paulus jüngst mit einem Fest. Das auch als Gemeindezentrum dienende Gebäude strahle in das Quartier hinaus, betonte Pfarrer Jann Weinrich bei seiner Begrüßung anlässlich des Jubiläumsfests.

Die Petruskirche habe sich nicht nur als kulturelles Zentrum etabliert, sondern sei auch ein Ort, an dem Probleme gehört würden, erklärte SPD-Stadträtin Zahide Sarikas als Vertreterin der Stadt in ihrer Rede. Es sei toll „ein Teil der Gemeinde zu sein, die nicht nur auf sich, sondern auch nach außen blickt“, ergänzte sie.

Ionel Neme ist Pfarrer der rumänisch-orthodoxen Gemeinde, die seit der Corona-Pandemie in der Petruskirche eine neue Heimat gefunden hat. „Mit Ihrer Wertschätzung haben Sie uns gezeigt, was Ökumene heißt“, dankte er. Marion Mallmann-Biehler weiß als Vorsitzende des Konstanzer Vereins Save Me das Entgegenkommen ebenfalls zu schätzen. Im Gemeindezentrum hatte der Verein während der Flüchtlingskrise eine große Kleiderkammer eingerichtet. Heute werden die Räume unter anderem für Beratungen von Geflüchteten genutzt.

Janina Möllney, Leiterin des Kinderhauses Löwenzahn, äußerte sich begeistert darüber, dass auch Muslime zum Familiengottesdienst mit in die Kirche gekommen sind. „Und wenn man beim Halleluja zusammen aufsteht, dann hat das was. Was will man mehr“, sagte sie begeistert. Pfarrerin Christine Holtzhausen freute sich über ein gelungenes Jubiläumsfest. „Es gelang, Jung und Alt miteinander zu verbinden. Das ist etwas, was ein Gemeindefest ausmacht“, erklärte sie.