Mannheimer Morgen Stadtausgabe, 28.09.2024

 

In acht Kirchen wird investiert

Evangelisches Dekanat: Drei Personalstellen geschaffen

Von Peter W. Ragge

Mannheim. „Wir geben nicht nur auf!“, betont Dekan Ralph Hartmann: Außer Abschied und Rückbau investiere das Dekanat auch in mehrere Kirchen, die nicht nur langfristig erhalten, sondern auch modernisiert und zu multifunktional nutzbaren Veranstaltungskirchen gemacht werden sollen. Es sei eben „ein Prozess der Priorisierung“.

Konkordienkirche: Hier laufen bereits die Arbeiten, für die insgesamt eine Million Euro veranschlagt sind. Sie umfassen eine Sanierung des Innenraums und eine Umgestaltung für verschiedene Nutzungen, etwa durch Verzicht auf starre Bänke, durch neue Veranstaltungstechnik und den Einbau von Toiletten.

Christuskirche: Geplant ist die Sanierung der Gemeinderäume im Untergeschoss, um sie mehr und besser nutzen zu können.

Auferstehungskirche: Auch sie soll zur Veranstaltungskirche umgebaut werden, die Planung läuft.

Erlöserkirche: Hier läuft ebenso die Vorbereitung für eine multifunktionale Nutzung.

Versöhnungskirche: Keine Bänke, neue Heizung und Veranstaltungstechnik – hier ist gleichfalls die Umgestaltung zur Veranstaltungskirche angestoßen. „Wir rechnen mit mehr als einer Million Euro Kosten“, so Dekan Hartmann.

Dreifaltigkeitskirche: Hier sind die Planungen noch nicht soweit. Es wird erst eine Machbarkeitsstudie erfolgen.

Johanniskirche: Langfristig ist hier eine Sanierung geplant.

Petruskirche: Anstelle des Gemeindehauses, das spätestens 2026 aufgegeben und für Wohnungsbau verkauft werden soll, plant die Gemeinde einen Anbau an die Petruskirche. Die Wiese soll aber weiter genutzt werden können, „sie ist doch ein Pfund“, betont der Dekan.

Ökumene in Käfertal und auf der Vogelstang

Für zwei Kirchen gibt es Gespräche über ökumenische Nutzungen. Schon konkret ist das bei der Philippuskirche, da die Katholiken die benachbarte Kirche St. Hildegard aufgeben. Als „Zukunftsmusik“ bezeichnet der Dekan eine Zusammenarbeit auf der Vogelstang, wo die Katholiken die gemeinsame Nutzung ihrer Kirche und ihres Gemeindezentrums angeboten haben. „Mittelfristig“ suche man, so der Dekan, auch für Emmauskirche, Jakobuskirche und das Areal um die Pfingstbergkirche nach Umnutzungen und Käufern. Zudem steht die Trinitatiskirche, als Eintanzhaus genutzt, auf der Liste der Gebäude, bei denen die Kirche die Verantwortung für die Bauunterhaltung abgeben will.

Unabhängig von Gebäudefragen läuft der Prozess, dass sich das Dekanat inhaltlich und personell auf bestimmte Themen konzentriert. Anne Ressel beendet ihre Tätigkeit als Pfarrerin in der CityGemeinde Hafen-Konkordien und als Schifferseelsorgerin. Sie ist künftig für das gesamte Dekanat für eine neu geschaffene Stelle „Vernetzung Gemeinwesenarbeit, Diakonie und Vesperkirche“ zuständig. Bislang hat sie die Vesperkirche nämlich nur „nebenbei“ organisiert. Am 29. September wird sie um 11 Uhr zum Abschluss der Erich-Kästner-Predigtreihe auf der Kirchwiese gemeinsam mit Pfarrerin Ilka Sobottke über „Pünktchen und Anton“ predigen, ehe Dekan Hartmann ihr dankt und sie in das neue Amt einführt. Diakonin Ute Mickel , seit 2022 an der Philippuskirche, trat eine neu geschaffene Stelle an, welche die Konfirmanden- und Jugendarbeit im Stadtkirchenbezirk Mannheim vernetzt. Damit sind zwei der drei durch die Synode beschlossene neue Stellen für Themenschwerpunkte besetzt. Eine weitere, für einen Pfarrer gedachte Stelle für das Thema Kinder/Familie ist beschlossen, aber da gibt es noch keine Person, die sie übertragen bekommt.