Oberkirchenrat: Kirchliche Veränderungsprozesse besser erklären
Karlsruhe/Bad Herrenalb (epd). Um den Stand des Transformationsprozesses der Evangelischen Landeskirche in Baden ging es am Montagvormittag bei der ersten Plenarsitzung in Bad Herrenalb (Kreis Calw). Eine Umfrage unter Ehren- und Hauptamtlichen habe ergeben, dass diese mit dem bisherigen Verlauf des Transformationsprozesses «ekiba 2032» eher unzufrieden seien und stärker beteiligt werden wollten, sagte Oberkirchenrat Matthias Kreplin.
Die notwendigen Veränderungen müssten besser erklärt werden. Deshalb solle die Kommunikation verstärkt, Ehrenamtliche stärker gefördert und Hauptamtliche bei der Zusammenarbeit in Teams mehr begleitet werden, so Kreplin. Zudem sollten die Chancen und Visionen für die Kirche der Zukunft stärker in den Vordergrund gerückt werden.
Zuvor hatte Kirchenrätin Arngard Uta Engelmann ihre Aufgabe als Kirchenrepräsentantin beim baden-württembergischen Landtag und bei der Landesregierung erläutert. Als Beauftragte der Evangelischen Landeskirchen in Baden-Württemberg sei sie zuständig für «Kirchendiplomatie», Vernetzung sowie Seelsorge, sagte Engelmann: «Ich bin bei den Menschen, die Politik machen.» Eine Kirchenlobbyistin sei sie aber nicht.
Mit dem evangelischen Büro bei Landtag und Landesregierung sei Kirche an einem nichtkirchlichen Ort präsent und wahrnehmbar, so Engelmann. Ein Abgeordneter habe ihre Aufgabe einmal so beschrieben: «Sie hilft uns, dass wir nicht aus dem Koordinatensystem fallen.» Gelegentlich werde sie auch als «unsere Pfarrerin im Landtag» bezeichnet.
Für Montagabend ist eine öffentliche Veranstaltung geplant zum Thema «Gesellschaftlicher Zusammenhalt» mit der baden-württembergischen Landtagspräsidentin Muhterem Aras (Grüne) und Landesbischöfin Heike Springhart.
Die Synode der Evangelischen Landeskirche in Baden tagt noch bis Donnerstag. Die 72 Mitglieder bilden eines von vier kirchenleitenden Gremien neben der Landesbischöfin, dem Landeskirchenrat und dem Oberkirchenrat. Sie vertritt rund 1,06 Millionen Protestanten in Baden. (2367/21.10.2024)
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