Neuer Seelsorger tritt den Pfarrdienst an
Nina TossenbergerJan-Niklas Stock übernimmt die Stelle auf Probe in Diedelsheim, Rinklingen und Dürrenbüchig
„Ja, mit Gottes Hilfe“ – mit diesen Worten hat Jan-Niklas Stock am Sonntag vor seiner neuen Gemeinde seine Bereitschaft bestätigt, als Pfarrer im Probedienst in Diedelsheim, Rinklingen und Dürrenbüchig zu wirken. In einem feierlichen Gottesdienst, begleitet von Posaunen- und Kirchenchor, trat der 33-jährige Theologe offiziell seinen Dienst in der Region an.
Die Kirchenältesten heißen Seelsorger willkommen
Seelsorge, Kasualien wie Taufen, Beerdigungen und Trauungen sowie der Religionsunterricht gehören zu den Aufgaben, die auf den Pfarrer im Probedienst warten. Dekanin Ulrike Trautz nutzte die Gelegenheit, der Gemeinde den Probedienst näher zu erläutern, der sich an das Vikariat anschließt und zur Vertiefung beruflicher Erfahrungen diene. „Zu den Aufgaben gehört noch nicht die Leitung der Gemeinde“, erklärte Trautz. „Fortbildungskurse in Bereichen wie Gemeindeleitung stehen nun an“, erklärte auch Stock. Seit September ist er bereits für die Gemeinden der Region zuständig. Im Gottesdienst hießen ihn die Kirchenältesten willkommen. Diakonin Franziska Beck überreichte Stock als symbolisches Geschenk eine Packung Gummibärchen: „Zucker, den man gegen den Frust braucht, aber vor allem symbolisch für die bunten Aufgaben, die neu sind, und für die Vielfalt in der Region.“ Auch Johanna Imhof von der katholischen Kirchengemeinde sowie Bürgermeister Michael Nöltner (CDU) und Ortsvorsteher Martin Kern überbrachten gute Wünsche an den neuen Pfarrer.
In einem kurzen Interview im Gottesdienst stellte Andrea Kampschröer Fragen, um den jungen Pfarrer der Gemeinde näher vorzustellen. Nach einem Freiwilligen Sozialen Jahr in der christlichen Jugendarbeit auf einem Bauernhof in Krefeld habe er sich zunächst auf verschiedene Studiengänge beworben, darunter Biotechnologie, Sonderpädagogik und Sozialarbeit. Letztlich habe ihn jedoch seine Leidenschaft für Theologie, die er während eines Lehramtsstudiums in Dortmund entdeckte, zur evangelischen Theologie geführt. Sein Studium schloss er schließlich in Heidelberg ab.
Trotz seiner Begeisterung für die neuen Aufgaben ist sich Stock der bevorstehenden Herausforderungen bewusst. „Als Vikar habe ich einen Gottesdienst und eine Beerdigung pro Monat gehalten. Jetzt sind es wöchentliche Gottesdienste und Beerdigungen“, sagte er und sprach dabei auch die Herausforderung an, diese Verpflichtungen mit seinem Privatleben zu vereinbaren.
Nach dem Gottesdienst nutzten zahlreiche Gemeindemitglieder die Gelegenheit, Stock beim Stehempfang im Gemeindehaus persönlich kennenzulernen. Besonders die jüngeren Gemeindemitglieder freuten sich über den Neuanfang. „Frischer Wind tut unserer Gemeinde gut, besonders für die Jugendlichen“, meinte Johannes Pollich.
Stock selbst betonte, dass die Arbeit mit Jugendlichen ein zentrales Anliegen seiner Tätigkeit sei. „Ich möchte Räume schaffen für junge Menschen, die in der Kirche oft nicht ausreichend repräsentiert sind.“
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